Das schwarze Quadrat

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Das schwarze Quadrat | Kritik

Sie sind sicherlich die denkbar miesesten Doppelgänger, die man sich auf einer Showbühne vorstellen kann. Der korpulent geratene „David Bowie“(Schütz) kann weder singen, noch beherrscht er das „Ziggy-Stardust“-Make-Up. „Elvis Presley“ (Matschenz) wiederum ist spindeldürr und schüchtern, aber wenigstens halbwegs textsicher. Doch die beiden kümmern sich aufgrund eines schiefgelaufenen Identitätsdiebstahls im Film Das schwarze Quadrat auch nur notgedrungen um die Bordunterhaltung auf diesem Kreuzfahrtschiff. Eigentlich sind sie Kunstdiebe und wollen auf hoher See mit der Übergabe von Kasimir Malewitschs legendärem Gemälde „Schwarzes Quadrat“ einen großen Coup besiegeln. Dass sie bald gezwungen sind, mit ungewöhnlichen Zutaten (Kaffeesatz und Urin) auch noch ein Plagiat der Futurismus-Ikone herzustellen, ist nur eine der vielen Absurditäten in dieser Screwball-Komödie. Das Tempo vermag Peter Meister in seinem Debüt Das schwarze Quadrat zweifellos zu halten, die pointierte Satire über den Kunstbetrieb verflacht aber recht schnell zur atemlos überdrehten Klamotte. Das Ensemble, darunter Sandra Hüller als kaltblütige Hehlerin, hat sichtlich Spaß dabei, die Figuren jedoch bleiben eindimensionale Chargen. (ascho)

Das schwarze Quadrat | Fotos

Das schwarze Quadrat | Besetzung

Das schwarze Quadrat (Poster)