Brothers Bloom

„Kann man sehen“ kulturmovies

Reinlegen, abzocken, untertauchen, alles möglichst gewitzt und lässig– das con artist movie, das sich auf Trickbetrüger und ihre Masche konzentriert, ist seit „Ocean’s 11–13“ wieder hip. Stephen (Mark Ruffalo) und Bloom (Adrien Brody), zwei in Hut und Anzug gewandte Trickser, die durch eine zeitlose Welt streifen, in der alles nach 1925 und Geldadel aussieht und aus Edelholz ist, wollen die steinreiche Penelope (Rachel Weisz) ausnehmen. Bloom ist der Köder, Stephen entwirft den Plan, es geht einmal um den ganzen Globus. Und da fangen die Probleme von Rian Johnson Trickserfilm an: Was der Plan ist, worin das Ziel besteht, wo der Witz ist – das alles erklärt Johnson nicht. Er öffnet einfach eine Wundertüte, aus der er wunderliche Gestalten, absurde Situationen und schräge Dialoge zaubert, die so gar nichts zum Rhythmus des Films und zur Logik beitragen. Manche angefangenen Szenen und Twists lässt er gar brachliegen, weil ihm keine Auflösung einfällt, und für ein Genre kann er sich auch nicht entscheiden: Komödie? Drama? Beides? Nichts? Das Leben ist eine Bühne, sagt der Film. Auf der schlampig inszenierte Stücke trotzdem rasch abgesetzt werden, möchte man ergänzen. (vs)

Brothers Bloom (Poster)