Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2

„Kann man sehen“ kulturmovies

Um es gleich vorwegzunehmen: Der Autorin dieser Kritik gefällt die „Twilight“-Saga durchaus. Trotz trashiger Spezialeffekte, hanebüchener Story und Liebeskitsch, wie er kitschiger nicht sein könnte. Mit dem großen Finale hat Regisseur Bill Condon allerdings voll daneben gegriffen. Und das, obwohl sein „Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1“ der beste und vielleicht erwachsenste Film der Reihe war. Doch nachdem Bella (Kristen Stewart) am Cliffhanger-Ende von Teil eins zum Vampir wurde, ist von ihrem alten, oft zweifelnden und unsicheren Selbst nichts mehr übrig. Bella ist auf Anhieb Alphavampirin, Übermutter für Tochter Renesmee, bärenstark, stets perfekt geschminkt, und ihren Blutdurst hat sie auch unter Kontrolle. Der Konflikt mit Werwolf Jacob (Taylor Lautner) ist ausgestanden, weil nun klar ist, dass er eigentlich nie wirklich in Bella verliebt war, sondern schon immer als Renesmees Beschützer bestimmt war. Ach ja, hemmungslos beschmusen dürfen sich Vampirehemann und Vampirehefrau jetzt auch noch und bekommen dafür eigens ein kuscheliges Cottage im Wald geschenkt. Was bleibt? Nicht viel. Eine Art Familientreffen mit vielen Blassnasen, am Ende eine vollkommen lächerliche Schlacht mit den Volturi, dann: mehr Happy. Und Ende. (kab)

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2 (Poster)