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Bonjour Sagan

Bonjour Sagan (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

18 Jahre jung war Francoise Sagan, als sie 1954 mit ihrem ersten, angeblich stark autobiografisch geprägtem und von Sex, Drugs & Rock’n’Roll beherrschtem Roman „Bonjour Tristesse“ zur Skandalautorin wurde und das Lebensgefühl einer ganzen Epoche vorwegnahm. Sagans Schicksal war, dass sich die Öffentlichkeit fortan mehr für ihren Lebensstil als für ihre Bücher interessierte. Die Schriftstellerin begann, sich in einen Teufelskreis zu verstricken, in dem sie bewusst ihr öffentliches Image bediente, den so ausgelösten Trubel ohne Drogen aber gar nicht aushielt. Diese Verfilmung ihres Lebens nimmt demzufolge eine ähnlich tragische Kurve wie „La vie en rose“ vor zwei Jahren, in dem Sylvie Testud eine Freundin von Edith Piaf spielte. Hier nun läuft sie in der Hauptrolle selbst zu großer, temperamentvoller Form auf, um dann auch immer wieder in melancholischen Momenten still zu fesseln. Die Rahmenhandlung mit einer auf Greisin geschminkten Testud verhindert aber, dass man sich so rückhaltlos in diesen zuweilen Funken sprühenden Film stürzen kann, wie es Sagan mit ihrem eigenen Leben hielt. Auch das teilt „Bonjour Tristesse“ mit „La vie en rose“. (rk)

  • Bonjour Sagan (Filmbild 2)
  • Bonjour Sagan (Filmbild 3)
  • Bonjour Sagan (Filmbild 4)
  • Bonjour Sagan (Filmbild 5)