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Bessere Zeiten

Bessere Zeiten (Poster)

Bewertung

„Muss man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

Eine Neubauwohnung mit Balkon, mit Badewanne und fließend warm Wasser: Für die finnische Familie scheinen mit dem Umzug nach Schweden in der Tat bessere Zeiten anzubrechen. Doch für Leena (Tehilla Blad) und ihren jüngeren Bruder (Junior Blad) beginnt eine Zeit der Hölle. Die Eltern saufen, prügeln, die Wohnung verwahrlost. Wenn Leena aus der Schule kommt und ihren sturzbesoffen, vollgepissten Vater erst einmal ins Bett schleppen muss, stockt einem der Atem. Immer wieder verharrt die Kamera in Großaufnahme auf dem Gesicht des Mädchens, die verzweifelt versucht, so etwas wie Normalität zu simulieren. Pernilla August gelingt es in ihrem Regiedebüt diese Atmosphäre aus Angst, Gewalt und Überforderung ganz behutsam und schlüssig aufzubauen, ganz ohne Sozialkitsch. Auf einer zweiten Erzählebene muss sich die erwachsene Leena (schmerzhaft glaubwürdig: Noomi Rapace) ihrer verdrängten Vergangenheit stellen. „Bessere Zeiten“ ist aus gutem Grund Schwedens Kandidat für den Oscar als bester fremdsprachiger Film. (ascho)

  • Bessere Zeiten (Filmbild 2)
  • Bessere Zeiten (Filmbild 3)
  • Bessere Zeiten (Filmbild 4)
  • Bessere Zeiten (Filmbild 5)