Being John Malkovich

„Muss man sehen“ kulturmovies

John Malkovich isst Toast und liest dabei das Wall Stret Journal. John Malkovich fährt Taxi. John Malkovich trocknet sich nach dem Duschen ab. Nicht spannend? Für Craig Schwartz, erfolgloser Puppenspieler und lustloser Büroangesteller, schon – denn er ist durch einen Geheimkorridor hinter dem Aktenschrank in Malkovichs Hirn eingesogen worden und lebt nun dessen Leben mit, bevor er nach jeweils 15 Minuten wieder herausgeschleudert wird und, logisch, im Graben neben der Ausfallstraße nach New Jersey landet. Sein Abenteuer bringt Craig auf die Idee, Malkovichs Hirn als ultimativen Psycho-Kick viertelstundeweise zu vermieten – mit Folgen, die er nicht einmal ahnt … Die charmante Grundidee von Jonzes Film funktioniert deswegen unübertrefflich gut, weil sie durchweg für bare Münze gilt und Jonze nicht einmal ansatzweise Fantasy-Elemente einfließen läßt. Jonzes Komödie ist ein Glücksfall: Sie scheut sich auch nicht vor dramatisch-dunklen Momenten und hält hinter jeder Ecke eine hübsch verpackte Überraschung bereit. Und endlich wissen wir auch, wie es so in John Malkovichs Unterbewusstsein zugeht … (rr)

Being John Malkovich (Poster)