Bayreuther Festspiele 2016: Parsifal

Nur wer imstande ist, der sinnlichen Liebe zu entsagen, kann der wundersamen Kraft des Grals teilhaftig werden. Klingsor fühlte sich zu einem solchen reinen Leben nicht imstande und entmannte sich daher. Die Gralsgemeinschaft nahm ihn jedoch trotzdem nicht auf. Auf Rache sinnend, errichtete er unweit der Gralsburg ein Zauberschloss mit einem Lustgarten voller verführerischer Mädchen, und brachte viele Gralsritter dazu, ihre Gelübde zu brechen. Sogar Gralkönig Amfortas gab der Schönheit der dämonischen Kundrys nach, wodurch es Klingsor gelang Amfortas seinen heiligen Speer zu entwenden und ihm damit eine niemals heilende Wunde zu schlagen. Nur ein Mensch mit reinem Herzen und „durch Mitleid wissend“ kann den heiligen Speer der Gralsgemeinschaft zurückbringen und so Amfortas von seinen unendlichen Qualen erlösen. Richard Wagners Oper „Parsifal“ wird am 25. Juli 2016 in einer Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der musikalischen Leitung des renommierten Dirigenten Hartmut Haenchen auf der großen Kinoleinwand zu sehen sein. Wagnerbegeisterte können sich auf ein spektakuläres Kinoereignis mit exzellentem Sound, brillanten HD-Bildern und kinoexklusivem Pausenprogramm freuen, in welchem Moderator Axel Brüggemann sie durch die Oper führt und anhand von Interviews spannende und einzigartige Einblicke hinter die Kulissen der Bayreuther Festspiele gewährt. Die Satelliten-Übertragung wird in diesem Jahr zeitversetzt zur eigentlichen Oper stattfinden, um mehr Kinobesuchern die Möglichkeit zu geben die Übertragung anzusehen, und um die Pausen sowie das Pausenprogramm etwas zu kürzen.

Bayreuther Festspiele 2016: Parsifal (Poster)