Basta. Rotwein oder Totsein

„Kann man sehen“ kulturmovies

Killer und Koch Oskar (männlich-knuffig: Henry Hübchen) steckt in Schwierigkeiten: Er will aussteigen. Seine Kumpels von der Wiener Mafia –  darunter Moritz Bleibtreu mit dem IQ seiner Pistole –  bekommen was spitz. Oskar soll als Vertrauensbeweis einen Puffbesitzer beseitigen, doch seine Psychologen-Freundin (Corinna Harfouch) zwingt ihn zur Gewaltlosigkeit … Der Film selbst hat noch größere Probleme als seine Hauptfigur: seine gewollten Gags. Ganoven essen Socken, Zahnpasta tropft auf Krabben, dazu scheppert lustiger Osteuropa-Rock, und alle Figuren sind so deppert, cool oder gerissen, wie es das Klischee eben verlangt. Die Gewalt soll natürlich auch lustig sein – aber diese Gratwanderung misslingt, und so kippt der forcierte Spaß um in ärgerliche Belanglosigkeit. Einziger Lichtblick neben Oskars Kochkünsten: Nadeshda Brennicke als Verlagstante mit Brutalo-Tick und der schönen Dialogzeile: „In meiner Branche küsst man sich zum Abschied, wenn man sich nicht leiden kann.“ Küsschen für diesen Film. (cor)

Basta. Rotwein oder Totsein (Poster)