Bad Spies

„Kann man sehen“ kulturmovies

Zwei Frauen auf einer Verfolgungsjagd: Audrey (Mila Kunis) und Morgan (Kate McKinnon) hetzen durch ganz Europa, um die dubiose Undercover-Mission von Audreys totem Exfreund, seines Zeichens Agent mit Doppelleben, zu Ende zu bringen. Dabei werden die beiden Laien-Spioninnen nicht nur vom Geheimdienst, sondern auch von ihrer eigenen Unfähigkeit verfolgt.

„Bad Spies“ kommt mit Flachwitzen und Geballer

Ein Agentenfilm mit zwei starken Frauen in den Hauptrollen? Gerne! Aber bitte nicht so. Da der englische Titel „The Spy who dumped me“ (dt. „Der Spion, der mich abservierte“) auf den Bond-Klassiker „Der Spion, der mich liebte“ anspielt, erwartet man eine Persiflage auf die vor Geschlechterklischees strotzenden 007-Streifen. Doch stattdessen findet man hier nur Flachwitze und Geballer. Die Figuren bleiben eindimensional und jegliche Emotionen auf der Leinwand aus – der Tod ihres Freundes lässt Audrey total kalt, und selbst bei den wildesten Plot-Twists zuckt keiner auch nur mit der Wimper.

Edward Snowden rettet den Tag

Und da die beiden Heldinnen sogar zu doof zum Autofahren mit Gangschaltung sind, wird ihnen noch ein attraktiver Bond-Verschnitt (Sam Heughan) zur Seite gestellt. Der ist aber nicht als ironischer Seitenhieb auf das Genre gemeint, sondern erledigt schlicht all das, wozu den beiden Anfänger-Agentinnen das Talent fehlt. Als dann auch noch Edward Snowden (!) den Tag rettet, rutscht der ohnehin schon wirre Film völlig in die Zusammenhanglosigkeit ab. Der einzige Lichtblick ist die Chemie zwischen Kunis und McKinnon – die stimmt. Ansonsten stimmt hier gar nichts. mm

Bad Spies (Poster)