Attack the Block

„Muss man sehen“ kulturmovies

„Attack The Block“ scheint der Film zum Zeitgeschehen zu sein. Zumindest wird man ihn nach den Ausschreitungen in England mit ganz anderen Augen sehen. Denn Joe Cornishs rasant geschnittenes Debüt spielt genau da, wo die Lunte brennt. Ein Sozialbauwohnungskomplex in South London, schwarze Street Gangs, die mit Klappmessern Weiße abzocken, kiffen und dealen. Der Blick auf dieses Milieu ist realistisch und kalt und zieht genau daraus seine bösen Pointen. Eines Tages plumpst einer Clique halbstarker Kids ein Alien vor die Füße. Die Gettojungs haben es fortan gleich mit drei Gegnern zu tun: der Polizei, gorillaartigen Monstern und schießwütigen Drogenbaronen. „Attack The Block“ beweist, dass ein kleines Budget zu großartigen Ideen führen kann. Schauplatz ist ein fast nur der düstere Wohnblock: Fahrstuhl rauf, Treppenhaus runter und die Kamera immer dicht auf den Fersen. Die Aliens, tiefschwarz und mit phosphoreszierenden Hauern, sind im Dunkel der Nacht nur zu erahnen. Kostengünstig – und regt umso mehr die Fantasie der Zuschauer an. (ascho)

Attack the Block (Poster)