Asterix im Land der Götter

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Wenn die Hinkelsteine tieffliegen, weiß man: Es läuft mal wieder ein neuer „Asterix“. Zeichentrick- und Realfilme zusammengenommen, ist „Asterix im Land der Götter“ der 13. Kinofilm um die schlagkräftigen Gallier. Diesmal spinnen die Römer wirklich: Sie wollen rund um das Dorf der unbeugsamen Ureinwohner eine riesige römische Siedlung bauen – wenn die Gallier, da ist sich der stets überhebliche Julius Cäsar sicher, erst einmal den Duft der römischen Zivilisation geschnuppert haben, werden sie sich anpassen und keinen Ärger mehr machen. Und der Plan scheint aufzugehen: Bald verkauft Verleihnix seine Fische zu Preisen wie in Rom, Automatix stellt antike Souvenirschilde in Serie her, und vor lauter Baulärm lassen sich im Wald auch keine Wildschweine mehr blicken. Doch Asterix gibt nicht auf … Die Filmemacher, stolz darauf, einen rein französischen 3-D-Animationsfilm auf die Beine gestellt zu haben, setzen ihre Vorlage, den Band „Die Trabantenstadt“, trotz einiger hinzuerfundener Figuren sehr behutsam um. Viele Bilder sind direkt dem Comic entnommen, wie es sich eben im Umgang mit einem Nationalheiligtum gehört. Am Ende kriegen die Römer gehörig eins auf die Mütze – mehr kann man nicht verlangen. (rr)

Asterix im Land der Götter (Poster)