Arthur und die Minimoys

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Und alles nur, weil er eine verschlüsselte Anweisung seines verschollenen Opas befolgt: Der zwölfjährige Arthur (Freddie Highmore) landet in einer unterirdischen Welt voller Winzlinge, den Minimoys, und wird selbst einer von ihnen. Plötzlich verwandelt sich der Realfilm in einen computeranimierten Fantasystreifen, in dem die Minimoys stark an die „Fraggles“ von „Muppets“-Erfinder Jim Henson erinnern. Fortan hetzt Luc Besson, der hier seine eigenen Kinderbücher verfilmt, die Figuren im Schnelldurchlauf von einer überbordenden Szene zur nächsten: Süße Pelztierchen dienen als Köder für Killermücken, und als Arthur auf einem Plattenteller gegen die Schergen von Oberschurke „M“ kämpft, erhält der Discoklassiker „Stayin’ alive“ eine völlig neue Bedeutung. Aber trotz der hohen Dichte an Ideen und Tempo bleiben große Lacher aus. Dafür lebt Besson seine Vorliebe für starke Frauen in der Elfenprinzessin Selenia aus, die von Nena ganz passabel gesprochen wird. Unpassend die deutsche Stimme von Arthur: Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz spricht mit 17 viel zu tief für einen Zwölfjährigen. Bildgewaltiger, aber harmloser Spaß für Kids. (ml)

Arthur und die Minimoys (Poster)