Alles koscher!

„Kann man sehen“ kulturmovies

Mahmud (Omid Djalili) ist Familienvater und überzeugter, aber keinesfalls strenggläubiger Moslem. Eines Tages findet er heraus, dass er nicht nur adoptiert ist, sondern auch noch das Kind jüdischer Eltern – mit dem Geburtsnamen Solly Shimshillewitz! Er begibt sich bei dem Juden Lenny (Richard Schiff) in die „Lehre“. Nur wie beichtet er seine Identitätskrise der Familie? … Eine prima Idee, die der britische Comedian Djalili zusammen mit David Baddiel (Drehbuch) hatte – nur treiben die beide diese Idee nicht weiter als bis an den Rand des Wohlfühlkomödchens. So schafft es der Film, aus Mahmuds Konflikt nicht einen einzigen schlagkräftigen Gag zu ziehen. Alles plätschert harmlos und um politische Korrektheit bemüht vor sich hin und gleitet gar in den derben Schwank und ein peinlich-versöhnliches Happyend ab, als ein fanatischer Prediger, dessen Tochter Mahmuds Sohn heiraten will, seine Zustimmung von Mahmuds Religiösität abhängig macht. Ein bisschen mehr Mut zur Schärfe hätte sicher keine Fatwa nach sich gezogen … (vs)

Alles koscher! (Poster)