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Alles ist gutgegangen

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Alles ist gutgegangen | Trailer

Alles ist gutgegangen | Kritik

Es beginnt im Film Alles ist gutgegangen mit einem Anruf: Direkt in der ersten Einstellung erfährt Emmanuèle (Marceau), dass ihr Vater André (Dussollier) nach einem Schlaganfall im Krankenhaus ist. Mit ihrer Schwester Pascale (Pailhas) eilt sie in die Klinik, bald folgt die Erleichterung: André hat überlebt und wird sich wahrscheinlich komplett erholen. Umso schockierter ist Emmanuèle, als ihr Vater ihr mitteilt, dass er trotz allem beschlossen hat, sterben zu wollen – und sie soll das für ihn regeln. Dabei ist Sterbehilfe in Frankreich illegal …

Mit Alles ist gutgegangen hat François Ozon die gleichnamigen Erinnerungen der 2017 verstorbenen Emmanuèle Bernheim verfilmt, die mit dem Regisseur mehrere Drehbücher verfasst hat. Die autobiografische Vorlage rettet das Drama nicht nur vor allem Kitsch; sie verleiht auch Randfiguren wie Andrés entfremdeter Frau Claude (Charlotte Rampling) eine seltene Tiefe. Im Zentrum aber steht Emmanuèles komplexe Beziehung zu ihrem Vater und ihrer Schwester, die zwischen Respekt und Grausamkeit fluktuiert. Vor allem André selbst ist eine widersprüchliche Figur: Er verlangt seiner Tochter Unmenschliches ab, weil er es ihr als einziger zutraut. Ozon hält sich weise zurück, verzichtet fast gänzlich auf einen Soundtrack oder extravagante Bilder. Stattdessen vertraut er darauf, dass die wahre Geschichte fesselnd genug ist – und behält recht. mj

Alles ist gutgegangen | Fotos

  • Alles ist gutgegangen (Filmbild 4)
  • Alles ist gutgegangen (Filmbild 2)
  • Alles ist gutgegangen (Filmbild 3)
  • Alles ist gutgegangen (Filmbild 5)

Alles ist gutgegangen | Besetzung

Alles ist gutgegangen (Poster)