Alles in bester Ordnung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Alles in bester Ordnung | Kritik

Es trennt sie nur eine Etage im Film Alles in bester Ordnung, aber ihre Lebenswelten liegen Meilen auseinander. Hier die eigenbrötlerische Zahntechnikerin Marlene, die ihre Wohnung bis in die letzte Ecke mit allerlei Krimskrams und Haushaltsgegenständen vollgestellt hat, dort der Jahre jüngere IT-Experte Fynn, dessen gesamter Besitz in einen Rucksack passt. Auf sein Lebensmotto „Ordnung ist das halbe Leben!“ kontert Marlene souverän mit „Willkommen in der anderen Hälfte!“ Denn nach einem Rohrbruch findet Fynn bei der kontaktscheuen, aber selbstbewussten Marlen Unterschlupf. Natja Brunckhorst bedient sich bei ihrem Regiedebüt zwar der klassischen Dramaturgie der romantischen Komödie, aber „Alles in bester Ordnung“ ist kein Liebesfilm. Vielmehr erzählt sie von der stufenweisen Annäherung zweier Menschen, die lernen, die Sonderlichkeiten des anderen zu akzeptieren. Man hätte zwar gern tiefer in die Persönlichkeiten der beide geblickt, doch Corinna Harfouch und Daniel Sträßer gelingt es auch so ihre sympathischen Figuren menschlich-warm erscheinen zu lassen. Und wie zum Finale der Wohlstandsmüll in Marlens Apartment zu einem farbenprächtigen Wohnhöhle umrangiert wird, ist ein überraschendes und einprägsames Bild. (ascho)

Alles in bester Ordnung | Fotos

Alles in bester Ordnung | Besetzung

Alles in bester Ordnung (Poster)

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