Agnes

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Nach den gefeierten Familienabenteuern „Blöde Mütze!“ und „Wintertochter“ kehrt Johannes Schmid mit seinem nunmehr dritten Spielfilm auf die große Leinwand zurück. Im Gepäck hat der Regisseur und Drehbuchautor das geheimnisvolle Liebesdrama „Agnes“, das auf dem gleichnamigen Roman von Peter Stamm basiert. In der Adaption entwickelt sich zwischen dem Sachbuchautor Walter (Stephan Kampwirth) und der Physikstudentin Agnes (Odine Johne) eine intime Beziehung, die auf eine Probe gestellt wird, als die junge Frau den Schriftsteller ermuntert, ihre Liebe in Form einer Geschichte aufzubereiten. Der Ausgangspunkt für ein Verschwimmen der Ebenen, das den Betrachter fordert, dank einer einfallsreichen Inszenierung aber nur selten prätentiös daherkommt. Interessant bleibt das Vexierspiel auch deshalb, weil die beiden Hauptdarsteller den intellektuellen Überbau und das Ineinanderfließen von Realität und Fiktion mit eindringlich-feinfühligen Leisuingenn erden. Was am Ende tatsächlich geschehen ist und was nicht, behält der Film – ebenso wie der Roman – für sich und lässt dem Zuschauer ausreichend Raum für eigene Überlegungen. (cd)

Agnes (Poster)