After the Wedding

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Die Welten könnten nicht unterschiedlicher sein: Hier Isabel (Michelle Williams), die aufopfernde und fürsorgliche Mitarbeiterin eines indischen Waisenheims. Dort die erfolgreiche, erschreckend effizient organisierte New Yorker Geschäftsfrau, die mit charmantem Lächeln eiskalt ihre Mitarbeiter zur Schnecke macht. Die Millionärin Theresa (Julianne Moore) will das Heim finanziell unterstützen, ihre Bedingung: Isabel muss dafür in New York vorsprechen, und wird auch gleich zur Hochzeit von Theresas Tochter eingeladen. Erst jetzt bemerkt Isabel: Sie wurde bewusst hergelockt. Diese Erkenntnis trifft sie mitten in der Trauzeremonie, und wie dieses Erschrecken Michelle Williams‘ Gesicht erstarren lässt, ist einer der bemerkenswerten schauspielerischen Momente in diesem US-Remake des dänischen Oscar-Kandidaten „Nach der Hochzeit“ von Susanne Bier. Regisseur Bart Freundlich (Moores Ehemann) hat allerdings nicht nur die Geschlechter der beiden Hauptpersonen getauscht, sondern die Geschichte auch an vielen Stellen weiterentwickelt. Die Twists sorgen für Überraschungen. ascho

After the Wedding (Poster)