Absurdistan

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Veit Helmer mag’s märchenhaft und exotisch. Das war so in „Tuvalu“ und „Tor zum Himmel“, und so ist es auch in seiner Reise nach „Absurdistan“. Die Drehorte für dieses fiktive Land fand er in Aserbaidschan, die Darsteller sammelte er in 16 Länder von Moldawien bis Frankreich ein, gedreht hat er diese poetisch-skurrile Liebesgeschichte fast ohne Dialoge. Die Sterne haben die erste Liebesnacht für Aya (Malé_ová) und Temelko (Mauff) vorherbestimmt. Frisch gebadet sollen sie diese Wonnen erleben, aber die Wasserleitung in das abgelegene Bergdorf ist marode. Also gehen die Frauen in den Sexstreik, bis das faule Männerpack sich endlich bequemt, die Reparatur vorzunehmen. Helmers zeitlose romantische Burleske sprüht vor guten Einfällen. Dass man dennoch nicht völlig überwältig ist angesichts der großen Gefühle und optischen Opulenz liegt daran, dass man die Hauptfiguren nie richtig ins Herz schließen kann. (ascho)

Absurdistan (Poster)