A Single Man

„Muss man sehen“ kulturmovies

Für sein Regiedebüt hat sich Modedesigner Tom Ford die Verfilmung von Christopher Isherwoods Roman „Der Einzelgänger“ ausgesucht. Der umfasst nur einen einzigen Tag aus dem Leben des Literaturprofessors George Falconer: den Tag, an dem er seinen Selbstmord plant. Weil Falconer nach dem Unfalltod seines Partners (Matthew Goode) nicht mehr zurechtkommt, plant er das eigene Ende, schreibt mehrere Abschiedsbriefe und besucht ein letztes Mal seine beste Freundin Charley (Julianne Moore). Doch Ford beobachtet nicht nur, er blickt auch in den Kopf seines Protagonisten und illustriert dessen schmerzhafte Erinnerungen mit symbollastigen Bildern. Trotz aller Opulenz hat aber vor allem Hauptdarsteller Colin Firth genügend Raum, um seine bisher beste Leistung abzuliefern. Oft ist es nur ein trauriger Blick oder eine fahrige Geste, mit der er die Verzweiflung hinter der Fassade Falconers entblößt und „A single Man“ so zu einem der eindringlichsten Psychogramme der Filmgeschichte macht. (cs)

A Single Man (Poster)