A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn

„Muss man sehen“ kulturmovies

Die vier Oscars haben DreamWorks dazu bewogen, gleich ein 2-Disc-Set mit reichlich sehenswertem Bonusmaterial zu produzieren. Die authentische Geschichte über John Nash, Mathematiker mit Nobelpreiswürden, hat denn auch einiges an Hintergrund zu bieten. In einem Feature kommt der 74-Jährige selbst zu Wort, berichtet über seine gegenwärtige Forschungsarbeit und erinnert sich an seine Schizophrenie, die ihn ganze 30 Jahre aus dem Wissenschafts-Verkehr gezogen hat. Im Film verleiht Russel Crowe („Gladiator“) dem Krankheitsprozess die nötige Tiefe, ohne in Platituden abzugleiten. Da auch einige mal mehr, mal weniger subtile Effekte das Drama tragen, lohnt der untertitelte Audiokommentar von Regisseur Ron Howard und die unveröffentlichten Sequenzen, die es nicht in das über zweistündige Werk geschafft haben: „Diese Szene herauszuschneiden, brach mir das Herz“, lässt Howard den Zuschauer dann wissen. Überhaupt scheint der „Apollo 13“-Regisseur viel Leidenschaft investiert zu haben. Voller Stolz erklärt er den Sinn von Storyboards und dass sein Vater, Rance Howard, in einer Nebenrolle mitwirkt. Nash selbst sieht sich – auch wenn er jetzt ein wenig berühmter ist – weiterhin als Wissenschaftler: „Ich habe noch viel Arbeit vor mir.“ (kr)

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (Poster)