7 Göttinnen

„Kann man sehen“ kulturmovies

Gut gemeint, aber bescheiden umgesetzt. So lässt sich Pan Nalins Appell für starke, selbstbestimmte Heldinnen im indischen Kino am besten auf den Punkt bringen. Gesellschaftliche Missstände – etwa sexuelle Gewalt und patriarchalische Denkmuster – werden zwar offen angeprangert, sind allerdings in ein dramaturgisches Konzept eingepasst, das nur ein Prinzip zu kennen scheint: den schnellen Wechsel. „7 Göttinnen“ erzählt von der Modefotografin Frieda, die sich gemeinsam mit ihren besten Freundinnen und einer Bediensteten auf ihre bislang geheim gehaltene Hochzeit einstimmen will. Eine turbulente Zusammenkunft vor malerischer Kulisse, die zunächst enervierende Ausgelassenheit verbreitet. Wie sich zeigt, haben jedoch alle Frauen ihr Päckchen zu tragen. Und der Film entwickelt sich mehr und mehr zu einem Themenritt ohne sorgsam ausgearbeitete Übergänge oder eine tiefgreifende Figurenzeichnung. Überraschend und mutig ist der düstere Tonfall des Schlussdrittels, der allerdings einmal mehr beweist, dass Nalin und seine Koautoren ihre Tragikomödie hoffnungslos überfrachten. (cd)

7 Göttinnen (Poster)