(500) Days of Summer

„Sollte man sehen“ kulturmovies

„This is a story of boy meets girl“, bekundet der Erzähler, „but it’s not a love story.“ Oje, wir ahnen Schlimmes. Und so kommt es auch, inhaltlich und formal. Der Glückwunschkartentexter Tom (Gordon-Levitt) verliebt sich in seine neue Kollegin Summer (Deschanel), die keine feste Beziehung will. Sagt sie. Doch warum bloß? Immerhin ist Tom smart und bringt sie zum Lachen. (Szene in einem internationalen Möbelhaus, komödiantisch gekonnt: „Schatz, da stehen Japaner in unserem Schlafzimmer“) Wieso will sie nicht? Fehlt ihr Mut? Der Film ergründet das nicht. Regisseur Webb montiert stattdessen wirr Rückblenden und Vorgriffe, setzt Zitate und Splitscreens ein, irritiert mit redundanten Großaufnahmen und Übertreibungen. Als Tom nach der ersten Nacht mit Summer durch die Straßen tanzt, gesellen sich unversehens Passanten hinzu, es entsteht eine Frohsinnschoreographie. So wird man dem Thema aber (Nicht-)Liebe nicht gerecht. (jan)

(500) Days of Summer (Poster)