30 Minuten oder weniger

„Kann man sehen“ kulturmovies

Ein Pizzabote bekommt von zwei Gaunern eine Bombe umgebunden und muss binnen zehn Stunden eine Bank ausrauben, sonst … bumm! Was klingt wie ein packender Actionthriller, ist eine der geschmacklosesten Komödien des Jahres – mit guten Chancen auf den ersten Platz. Jesse Eisenberg (“Zombieland“) spielt Nick, Comedian Aziz Ansari seinen Kumpel Chet, der ihm hilft, das Geld zu beschaffen und den Sprengstoffgürtel loszuwerden. Ausschließlich produziert für primitive, pubertierende US-Teenager, die einen Film schon geil finden, wenn darin Brüste, Peniswitze, vulgäre Beleidigungen und Alkoholmissbrauch vorkommen, feiert Ruben Fleischers (“Zombieland“) Streifen so ziemlich jede herabwürdigende Diskriminierung ab, die es gibt: Er ist schwulen- und frauenfeindlich, rassistisch, chauvinistisch und heterosexistisch. Wer es spaßig findet, wenn Chet zu Nick sagt, dass sein schmutziges Auto wohl AIDS hätte oder dass Pädophilie für beiläufige „Gags“ benutzt wird, der ist hier goldrichtig. Und sollte auch hier bleiben. Für immer. Und bitte nie, nie mehr wiederkommen. (vs)

30 Minuten oder weniger (Poster)