2 Fast 2 Furious

„Sollte man sehen“ kulturmovies

„The Fast and the Furious“ war einer der Überraschungserfolge des Kino-Jahres 2001. Die temporeiche Melange aus aufgemotzten Motoren und aufgemotzten Mädchen, Undercover-Cops und illegalen Straßenrennen traf den Nerv der amerikanischen Jungend. Der Bleifuss-Film läutete damals mit Vin Diesel die längst fällige Renaissance des Actionhelden ein. Kein Wunder also, das „2 Fast 2 Furious“ eines von 18 Sequels ist, die Hollywood allein in diesem Jahr ins Rennen schickt. Diesel, der inzwischen als Agent Triple X in der 20-Millionen-Gage-Liga Hollywoods gastiert, wurde in der Fortsetzung aus Kostengründen durch den Rapper Tyrese ersetzt, ansonsten ist aber alles wie gehabt: Der Ex-Cop Brian O’Connor (wie im ersten Teil Paul Walker) wird als Fahrer in die Organisation des Ganoven Verone eingeschleust. Gemeinsam mit seinem Freund Roman Pierce (Tyrese) und der schönen Agentin Monica (Eva Mendes) legt er dem Bösewicht das Handwerk. Dass der Plot simpel und bis in die kleinste Wendung vorhersehbar ist, gehört zum Gesamtkonzept des Films – die Handlung dient ohnehin nur dazu, die wenigen Pausen zwischen Verfolgungsjagden und Auto-Stunts zu überbrücken. Insofern ist Regisseur John Singleton („Shaft“) konsequent der Marschroute seiner Produzenten gefolgt: Action sells! Da Hauptdarsteller Walker viele der Renn-Sequenzen selbst gefahren ist, kann Singleton mit sehr flüssigen Kamerafahrten glänzen. Technische Innovationen, die man gewöhnlich von Fortsetzungen erwartet, gibt es hingegen nicht. (fs)

2 Fast 2 Furious (Poster)