14 Kilometer – Auf der Suche nach dem Glück

„Muss man sehen“ kulturmovies

In Mali soll Violeta (Aminata Kanta) mit einem alten Mann verheiratet werden; in Niger träumt der Mechaniker Buba (Adoum Moussa) davon, dass ein Talentscout ihn als Fußballstar entdeckt. Eine Freundin schenkt Violeta Geld, damit sie nach Europa fliehen kann; Buba und sein Bruder beschließen, ihre Träume zu verwirklichen und nach Spanien auszuwandern. Für Violeta und Buba beginnt eine lange Reise gen Norden, die sie teils gemeinsam, teils ganz auf sich allein gestellt bewältigen. Seine Geschichte garantiert Gerardo Olivares („Das größte Spiel der Welt“) eindrucksvolle Bilder vor wundervollen Kulissen. Doch Olivares leistet mehr als das: Er schafft es, eine für Europäer schwer nachvollziehbare Sehnsucht greifbar zu machen, ohne in Romantik oder übertriebene Dramatik abzudriften. „14 Kilometer“ ist ein erstaunlich ruhiger und sinnlicher Film – der zugleich unmissverständlich klarmacht, wie lang die 14 Kilometer Mittelmeer zwischen Afrika und Europa für die Menschen auf der einen Seite sind. (jul)

14 Kilometer - Auf der Suche nach dem Glück (Poster)