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Sketches of Frank Gehry (2005)

Sketches of Frank Gehry (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

„Auf dem Weg von einem Konzert zum nächsten döste ich fix und fertig am Fenster. Plötzlich erschien wie aus dem Nichts dieses Gebäude. Ich war mit einem Schlag hellwach.“ Das Gebäude: das Vitra Design Museum in Weil Am Rhein. Der Erwachte: Bob Geldof, einer von etwa 30 Künstlern und Vorständen, die Sydney Pollack für seine Hommage an den Stararchitekten Frank Gehry interviewte. Vor allem aber kommt Gehry selbst zu Wort. Unprätentiös mit der Mini-DV gefilmt, fragt er sich zum Beispiel, ob es überhaupt einen Unterschied gibt zwischen ästhetischer Disziplin und einer Neurose. Eine Antwort darauf hat auch sein Psychoanalytiker nicht, der lieber von Architektenhorden erzählt, die nach Gehrys Durchbruch an seiner Couch Schlange standen. Über das anekdotische Hinaus bietet Pollack einen faszinierenden Einblick in die Werkstatt des Meisters. Angenehm viel Zeit lässt er sich in der Betrachtung eher abstrakter Skizzen der Keimzellen so berühmter Bauten wie des Guggenheim Museums in Bilbao. Allerdings fehlt diese Gelassenheit dann in der Betrachtung der fertigen Werke. Zu schnell geschnitten und auf Video gedreht, teilt sich die Faszination von Gehrys Architektur dem ungeschulten Auge nur skizzenhaft mit. (rk)

  • Sketches of Frank Gehry (Filmbild 2)
  • Sketches of Frank Gehry (Filmbild 3)
  • Sketches of Frank Gehry (Filmbild 4)
  • Sketches of Frank Gehry (Filmbild 5)