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Ich will da sein – Jenny Gröllmann (2008)

Ich will da sein - Jenny Gröllmann (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

„Brigitte Bardot, Claudia Cardinale – sie hatte das Zeug für diese internationale Liga“, beschreibt ein Kollege die Schauspielerin Jenny Gröllmann, „aber sie wurde eben zufällig in der DDR geboren“. Dort war sie immerhin ein Star, in Gesamtdeutschland dann durch diverse Fernsehrollen zumindest ein bekanntes Gesicht. Petra Weisenburger beschloss 2004, einen Film über Gröllmann zu machen. „Gerne, aber beeil dich“ willigte Gröllmann ein. 2006 erlag sie ihrem Krebsleiden. Entstanden ist eine manchmal zu ausschweifende Collage, vor allem aus Filmausschnitten und Interviews, die auf Chronologie und Vollständigkeit pfeift, aber gerade dadurch zum vitalen Porträt einer „leidenschaftlichen Schauspielerin und Liebhaberin“ wurde. Sie hat sich immer schnell verguckt, zum Beispiel in Ulrich Mühe, mit dem sie sechs Jahre verheiratet war. Glaubwürdig legt der Film dar, dass Mühes spätere Vorwürfe, Gröllmann hätte ihn für die Stasi bespitzelt, auf erlogenen Akten basieren. Weisenburger lässt die Pressehatz auf Gröllmann vom Dichter Hölderlin kommentieren: „So kam ich unter die Deutschen, Barbaren von alters her“, rezitiert – ausgerechnet – von Ulrich Mühe. (rk)

  • Ich will da sein - Jenny Gröllmann (Filmbild 2)
  • Ich will da sein - Jenny Gröllmann (Filmbild 3)
  • Ich will da sein - Jenny Gröllmann (Filmbild 4)
  • Ich will da sein - Jenny Gröllmann (Filmbild 5)