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Bowfingers große Nummer (1999)

Bowfingers große Nummer (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

Steve Martins Karriere ist wie ein Sommer in Seattle: Man wünscht sich Sonne, doch meist regnet es. Auf zahlreichen bissige Höhepunkte in den 80ern folgten zahllose zahnlose Komödchen. Und auch der von ihm selbst geschriebene “Bowfinger” ist nur ein Sommerregen. Soll heißen: vielversprechender Ansatz, mangelhafte Ausführung. Als abgerissener Filmproduzent Bowfinger will er endlich seinen großen Film machen und schart ein Team unbegabter Enthusiasten um sich, inklusive vier an der Grenze aufgelesener mexikanischer Flüchtlinge. Action-Star Ramsey (Murphy) soll spielen, will aber nicht. Also wird er zu Bowfingers Hauptdarsteller, ohne das zu bemerken. Die Akteure hatten fraglos ihren Spaß. Doch ist der Film vieles, aber nichts richtig: ein bißchen Hollywood-und Scientology-Spöttelei, ein paar Insiderwitze, ein wenig Slapstick, ein bißchen Traum-vom-eigenen-Film-Melancholie. Oz‘ “Ed Wood”-Mainstreamversion verschenkt die Gelegenheit, eine kraftvoll zubeißende Film-im-Film-Burleske zu sein. Jetzt ist wieder Herbst in Seattle. (vs)